Neuigkeiten:

Fast fertig: Ende Juli erscheint die neue Ausgabe unserer Zeitschrift arranca! zum Thema Organisierung. Die Kommata sitzen an der richtigen Stelle, Form und Inhalt harmonieren, und wir können es nun kaum erwarten die neue arranca! druckfrisch in den Händen zu halten. Euch erwartet eine spannende, motivierende, nachdenkliche und kontroverse Debatte rund um einen linksradikalen Evergreen auf 64 Seiten. Aus aktuellem Anlass wird Reflexionen über den IL-Fusionsprozess in der Ausgabe ein prominenter Platz eingeräumt. Wir fragen nach besonderen Anfordeungen an Organisierungen in spezifischen politischen Kontexten und danach was das alles mit unserem Alltag zu tun hat. Wir werfen aber auch einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus auf Organisierungsmodelle aus Spanien, Südkorea und der Türkei. Wir sind gespannt auf Eure Reaktionen und insbesondere darauf, wie die arranca! nun im fusioniert-expandierten IL-Milieu zur Geltung kommen wird.

Das Editorial gibt's jetzt schon zum Lesen.

Eigentlich komisch, dass wir zum Thema Organisierung so lange nichts mehr von uns haben hören lassen. Schließlich wurde unsere Gruppe FelS doch jahrelang nicht müde, anderen (pos­t-)autonomen Gruppen die dringende Notwendigkeit der Überwindung der strukturlosen Einpunktpolitik der Achtziger zu predigen. Auch das Ziel einer bundesweiten linksradikalen Organisierung war dabei von Anfang an Thema, den zwei frühen Rückschlägen beim Aufbauversuch der ILO und der AABO zum Trotze. Nun sind wir seit bald zehn Jahren Teil eines bundesweiten Organisierungsprozesses mit dem mehr oder weniger klangvollen Namen „Interventionistische Linke“ (IL), der in den letzten drei Jahren auf einmal recht konkrete Züge angenommen hat. Doch je konkreter die IL-Vereinigungspläne werden, umso weniger Grundsätzliches hört und liest man zu diesem Thema von uns. Fast scheint es, als wäre Organisierung ein Selbstzweck, der keiner weiteren Erläuterung bedarf.

Aktuelle Ausgabe:

arranca! #47: Konstitution und Ausdauer. Bewegungen, konstituierende Macht und der Tag danach.

Editorial

«Denkt daran, Karnevale sind billig zu haben. Was zählt, ist der Tag danach, wenn wir alle in unseren Alltag zurückkehren. Wird sich dann etwas verändert haben?» Am 9. Oktober 2011 stellte der slowenische Theoretiker Slavoj Žižek den protestierenden Aktivist_innen im New Yorker Zucotti Park diese zentrale Frage, die den Kern konstituierender Macht berührt. Er spricht damit ein zentrales Problem sozialer Bewegungen an: die Neutralisierung der Bewegungen durch ihre Einbindung in die feste soziale Struktur des bürgerlichen Kapitalismus – die Neutralisierung der konstituierenden Macht durch die konstituierte Macht.

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