Neuigkeiten:

Schon im dritten Jahr hintereinander überstürzen sich die Dinge wie zuletzt wohl nur 1989, und uns bleibt wenig übrig als dem Prozess so gut es eben geht zu folgen. Dass wir das nicht nur selbstbezüglich, sondern sogar mit grenzüberschreitender Reichweite tun können, liegt an der Initiative, die wir 2012 mit der Gründung des Blockupy-Bündnisses ergriffen haben: noch heute verdichtet sich in ihm, was eine linke aktivistische Antwort auf die Krise der herrschenden Verhältnisse werden könnte. Dass das nicht gereicht hat, wissen wir selbst. Aber immerhin.
Auch wenn der unabsehbare Fortgang der Krise und die leider absehbare Eskalation schon im kommenden Frühling uns weiterhin nötigen, zunächst auf kurze Sicht zu entscheiden und zu handeln, liegt die Unumgänglichkeit einer auf längere Frist abzielenden strategischen Besinnung auf der Hand. Dabei geht es um unsere eigenen Möglichkeiten und um die weitere Ausrichtung unseres Organisierungsprozesses. Es geht aber auch um die Perspektiven der weiteren Linken. Es geht schließlich um die Auslotung der Chance, die Verhältnisse im Ganzen angehen und damit immerhin die Richtung ihrer Krise mitbestimmen zu können. Nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und über die Außengrenzen der EU hinaus.

Organizing debate part II: Form follows function

In #48 we promised a continuation of the organizing debate within the radical left for the upcoming edition. In
between came the memorandum in Greece and the summer and autumn of migration – and likewise a new
quality of German dominance in Europe. We want to collect analyses and evaluations of what needs to be done when facing these developments. Our focus is most importantly to align forms of organizing with the requirements of the political situation.

Debat d'organisation part II: Form follows function

Nous avons promis dans #48 pour la prochaine édition une continuation du débat sur l’organisation de la
gauche radicale. Depuis ce temps il y a eu le mémorandum en Grèce et l’été et l’automne de la migration – et avec ҫa une nouvelle qualité d’une domination allemande en Europe. Nous voulons recueillir des analyses et des évaluations sur ce qu’il faut faire dans ces conditions. L’objectif est une comparaison des formes
d’organisation avec les exigences de la situation politique.

Für die kommende Ausgabe haben wir eine Fortsetzung der Organisierungsdebatte der radikalen Linken in #48 versprochen. Dazwischen gekommen sind uns das Memorandum in Griechenland und der Sommer und Herbst der Migration – und damit auch eine neue Qualität deutscher Dominanz in Europa. Was vor diesem Hintergrund zu tun ist, darüber wollen wir Analysen und Einschätzungen zusammentragen. Dabei geht es uns darum, die Formen der Organisierung mit den Anforderungen der politischen Situation abzugleichen.

Am 20.09. diskutierten wir in der Vierten Welt gemeinsam mit unseren Gästen über die kürzlich erschienene arranca!-Ausgabe #48 rund um Organisierungsfragen. Für alle, die nicht dabei sein konnten und Leute, die die spannende Diskussion gerne nachhören wollen, gibt es einen Mitschnitt.

Aktuelle Ausgabe:

arranca! #48: Zurück in die Zukunft. Eine Frage der Organisierung

Editorial

Das Schnabeltier, das Schnabeltier
vollzieht den Schritt vom Ich zum Wir.
Es spricht nicht mehr nur noch von sich,
es sagt nicht mehr: „Dies Bier will ich!“
Es sagt: „Dies Bier,
das wollen wir!“.
Wir wollen es, das Schnabeltier.

(Robert Gernhart) 

 

Liebe Leser*innen und von Organisierung Betroffene,

wir sind fusioniert. Als wir anfingen, an dieser Ausgabe zu arbeiten, waren wir noch Teil von FelS – Für eine linke Strömung. Inzwischen schreiben und denken wir als Berliner Ortsgruppe der Interventionistischen Linken (IL Berlin).

Um dieses Zusammenwachsen zu reflektieren, haben wir im vorliegenden Heft Beiträge versammelt, die sich aus verschiedensten Perspektiven mit politischer Organisierung auseinandersetzen. Das ist ein relativ zeitloses Thema innerhalb der radikalen Linken – für manche geradezu abschreckend, müffelt es doch nach grauer Vereinsmeierei und den ewig-gleichen Grabenkämpfen über allgemeingültige Lösungen und Patentrezepte. Doch es zeigt sich, dass die Facetten, Probleme und Fragen politischer Organisierung  höchst lebendig, bunt und spannend sind, wenn wir sie uns nur im konkreten Hier und Jetzt stellen.

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