arranca? Wer wir sind.

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Die arranca! ist mit dem Anspruch angetreten, das Entstehen einer revolutionären Organisation mit zu ermöglichen und ein Forum für die linke Neubestimmung zu bieten. Das war 1993.

Seitdem haben sich die gesellschaftlichen und innerlinken Voraussetzungen, unter denen wir Politik machen, geändert - der Anspruch durch die arranca! zu einer Neukonstituierung der Linken beizutragen, bleibt nach wie vor.

Jetzt sind wir die Zeitschrift der Interventionistischen Linken (IL). Die längste Zeit kennt ihr die arranca! vermutlich als Zeitschrift von FelS (Für eine linke Strömung). 2015 ist die arranca! gemeinsam mit FelS und anderen Organisationen in die Interventionistische Linke (IL) hinüber gewachsen. Das bundesweite Organisierungsprojekts der IL hat mit diesem Zusammenwachsen einen neuen Grad an Verbindlichkeit und Gemeinsamkeit erreicht hat.

Entstanden sind wir aus der Kritik 1.) an der radikallinken Tradition der Einpunktbewegungen und dem damit zusammenhängenden Unwillen gegen kontinuierliche Theoriearbeit und 2.) an dem Rückzug eines Teils der radikalen Linken in ein Feld quasi-subkultureller Selbstbestätigung. Mittlerweile ist die arranca! als Teil der IL eingebettet in eine Strategie der interventionistischen politischen Praxis. Unser Ziel ist es in diesem Spielfeld die Entwicklung theoriegeleiteter politischer Praxis zu begleiten und eine praxisorientierten Theoriedebatte zu forcieren.

Die arranca! ist eins von vielen Projekten der IL. Wir sind also kein reines Zeitschriftenprojekt, sondern geerdet in eine politische Prakis. Die arranca! wird von einer Arbeitsgruppe in der IL redaktionell erstellt. Sie ist kein 'Zentralorgan'. Die arranca! versteht sich vielmehr als Ergebnis und Anlass der Auseinandersetzungen, die in der Gruppe geführt werden und als Reflektion der politischen Praxis. Insofern soll sie Debatten begleiten und strukturierend aufbereiten.

Unsere politischen Erfahrungen sollen ausgehend von unseren konkreten und alltäglichen Lebensbedingungen diskutiert werden. Nur in der alltäglichen Auseinandersetzung erweist sich unserer Meinung nach die Brauchbarkeit einer Analyse oder Handlungsoption. Die arranca! enthält ebenso Artikel zu Diskussionen um konkrete Möglichkeiten von sozialer, solidarischer Organisation. Auch wollen wir uns an der Wiederaneignung (z.B. durch Dokumentation) linker Geschichte und Auseinandersetzungen in der BRD beteiligen. Desweiteren gewinnen wir über die Vorstellung und Auswertung der Erfahrungen von Linken in anderen Ländern Anregungen für die politische Praxis.

Jede Ausgabe der arranca! beschäftigt sich mit einem Thema, das den inhaltlichen Schwerpunkt etwa eines Drittels des Hefts ausmacht und den roten Faden bildet - hinzu kommen Reportagen, Interviews, etc. Mit den Schwerpunkten wollen wir auch Sichtweisen ermöglichen, die zur Anregung von Diskussionen und Auseinandersetzungen in unserem LeserInnenkreis und unserem Umfeld beitragen könnten. Die Zeitschrift soll möglichst vielen einen Zugang bieten auf eine unnötige Verkomplizierung der Sprache verzichten wir deshalb gern.

arranca! (span.): losmachen oder starten, anfangen, d.h. eigentlich im Imperativ: "leg los!"

arranca!-Redaktion, Mai 2016

p.s.: eine ältere Version dieses Textes findet sich hier.