arranca! #45: Eurokrise

Das verzögerte Ableben des Neoliberalismus

In dieser Ausgabe der arranca! beschäftigen wir uns mit dem Thema Europa in der Krise. Warum liegt auf der Hand: „Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster." (Antonio Gramsci). Angesichts der aktuellen Krise wird deutlich, wie viele Fragezeichen und Ungereimtheiten wir bezüglich der politischen und ökonomischen Prozesse in Europa haben, und das obwohl europäische Staatlichkeit – nicht nur in der Krise, sondern auch in ihrem Normalbetrieb – unseren Alltag und unsere politischen Kämpfe stark beeinflusst. Die derzeitige Sprachlosigkeit ist ein Resultat jahrzehntelangen Schweigens der radikalen Linken zum Thema Europa. Vieles ist ungeklärt. Lässt sich europäische Staatlichkeit als eine materielle Verdichtung sozialer Kräfteverhältnisse fassen, ähnlich dem Nationalstaat, aber dennoch nicht identisch mit diesem? Wie funktioniert staatliche Herrschaft in einem Staatenverbund wie der EU und inwieweit ist diese umkämpft? Was folgt auf die derzeitige Etappe der Krise? Fragen, die wir dringend klären sollten. Die Eurokrise zeigt: Emanzipatorische Kämpfe müssen sich auch auf dem Terrain der EU auskennen, wenn sie erfolgreich sein wollen.

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Call for Papers arranca! Nr. 44 - Don't look back in anger - linke (Gegen-)Geschichte

05.03.2011

Verlängerte Deadline!

Die Gruppe FelS besteht in diesem Jahr seit bereits 20 Jahren, aus unserer Sicht ganz klar ein Grund zum Feiern - aber dazu an anderer Stelle mehr.
Für die nächste arranca! ist dies nämlich zuallererst Grund einen Schritt aus dem täglichen Handgemenge zurückzutreten und die eigene Geschichte einmal genauer zu betrachten. Und dies jenseits schulterklopfender Nabelschau. Seit den ersten Nachwendejahren ist vieles in Bewegung geraten. Eine Vielzahl an Themen war seitdem Gegenstand linksradikaler Kämpfe, unzählige neue Themen und Politikbereiche wurden emphatisch begründet oder massiver Kritik unterzogen. Viele Ideen sind gefloppt, andere haben sich bewährt.

Release-Veranstaltung der arranca!#48

30.08.2015

20. 09., 16h, Vierte Welt, Neues Zentrum Kreuzberg Galerie 1. OG, Adalbertstraße 4, Berlin-Kreuzberg (U Kottbusser Tor)

Wie organisieren wir uns als Linke in Zeiten von Krisen, Prekarisierung, neoliberaler Selbstausbeutung? Wie viel Organisation ist notwendig, um die Verhältnisse zu ändern,und wie passt das zu unserem Leben in diesen Verhältnissen?

Jenseits der Berliner Szenepolitik: Ein Leser*innenbrief

30.08.2015

Uns erreichen bereits die ersten Reaktionen auf die aktuelle Ausgabe der arranca!. Im folgenden anonymen Leser*innenbrief wird auf die in Diskussion um Kampagnenpolitik und Interventionen in Alltagskämpfen eingegangen, die in der aktuellen Nummer im Hinblick auf die Orientierung der Interventionistischen Linken (IL) geführt wird. Wir freuen uns, dass die Debatte weitergeführt wird!

P.S.: Die Ausgabe #48 ist als Doppelausgabe geplant: auf Beiträge zu neuen Aspekten der Organisierungsfrage und Antworten auf Stränge der bisherigen Debatte sind wir gespannt.

Leser*innenbrief

Eine neue Ausgabe der Zeitung arranca! ist erschienen. Nach der Fusionierung zur Interventionistischen Linken kommt das Heft nun aus der Berliner Ortsgruppe der IL.
Aus Beiträgen dieser arranca! #48 wird eines deutlich: In der IL gibt es einen Streit. Ein Teil der Gruppe grenzt sich von „Eventpolitik“, von „eventorientierter Praxis“ und dem „Hopping“ von Konflikt (Krise, Blockupy) zu Konflikt (Energie, Ende Gelände) ab und sieht darin nur „Symbolpolitik“. Davon soll mensch „Abstand nehmen“, heisst es in einem Text (arranca! #48, S. 11), und stattdessen Orte der Begegnung schaffen, im Alltag zuhören und lernen, Verbindungen von als getrennt erscheinenden Konflikten herstellen, sich gesellschaftlich verankern (Wollen Blockupy und Ende Gelände all das nicht?)

Die neue Ausgabe ist da!

31.07.2015

Endlich ist es soweit! Auf gehts Zurück in die Zukunft . So lautet der Titel der neuen arranca! Ausgabe #48, die seit gestern druckfrisch bei uns eingetroffen ist. In dem aktuellen Heft begegnen euch diverse Positionen und Perspektiven zum Thema Organisierung. Wir hoffen, dass die Lektüre anregend sein wird und wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.

Als Schmankerl könnt ihr an dieser Stelle das Interview lesen, das wir mit der Jour Fixe Intitative Berlin geführt haben: Organisation der Emanzipation.

Interventionistische Politik im Osten

Prisma, Juri und ihr Verhältnis zur IL

In der radikalen Linken wird – anders als im Rest der Gesellschaft – wenig über das Ost-West-Verhältnis in der BRD diskutiert. Wenn überhaupt, begegnet man der Diskussion über „rassistische Verhältnisse im Osten“. Hierbei werden gerade von der interventionistischen Strömung die Fehler der ostdeutschen linksradikalen Strukturen beziehungsweise das Fehlen dieser Strukturen beklagt. Eine Auseinandersetzung über die Bedingungen interventionistischer linksradikaler Politik im „Osten“ 25 Jahre nach der Wende steht aber aus. Dies drückt sich auch im Mangel an Gruppen der Interventionistischen Linken (IL) aus. Andere linksradikale Strömungen sind da in der Diskussion ein wenig weiter, wie etwa der Artikel Vorwärts und nicht vergessen von David Schweiger aus der Phase 2 #48 zeigt. Dieser erläutert vieles zur Sozialisierung und Geschichte der ostdeutschen linksradikalen Politik ausführlicher, als es uns hier möglich sein wird. Seine Absage an interventionistische Politik teilen wir aber natürlich nicht. Wir wollen in diesem Artikel die Bedingungen und Möglichkeiten einer interventionistischen Linken im Osten anhand unserer Erfahrungen in Sachsen und Thüringen näher betrachten. 

 

Erschienen in arranca! #48

Organisation der Emanzipation

Ein Interview mit der Jour Fixe Initiative Berlin

Die jour fixe initiative berlin besteht seit Oktober 1997. Mit Vortragsreihen zur Kritik von Herrschaft, Ausbeutung und Unmündigkeit bietet sie eine Plattform für die Diskussion und Theoriebildung innerhalb der radikalen Linken. Die Reihe im Sommer 2014 stand unter dem Titel Organisation der Emanzipation? Zwei der Vorträge erschienen in der Zeitung analyse & kritik: Plädoyer für einen revolutionären Romantizismus von Michael T. Koltan (ak 593, 15.4.2014) und Alternatives Wirtschaften als Teil politischer Organisierung von Margarita Tsomou (ak 596, 19.8.2014). Das aktuelle Programm und weitere Informationen finden sich unter www.jourfixe.net.

Das ist eine ausführlichere Version des Interviews aus der Printausgabe.

Erschienen in arranca! #48

Teil einer Jugendbewegung sein

Das im IL-Zwischenstandspapier avisierte Parteimodell folgt anachronistischen Vorstellungen von linker Organisierung

„Wie können die Bewegungen also gerade ein zugleich globalisiertes und radikal vereinzeltes Alltagsleben zum Möglichkeitsspielraum ihrer Autonomie machen, ein Alltagsleben, das nicht nur in seiner Arbeits-, sondern auch in seiner ,Freizeit‘ dem Kapitalkommando unterworfen ist?“

Thomas Seibert: „The People of Genova, Plädoyer für eine post-avantgardistische Linke“, 2003

Erschienen in arranca! #48

Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen

Zur IL nach dem Zwischenstandspapier - Zugleich eine Antwort auf dsan1

Vier Freund_innen auf einer Terrasse in den Bergen. Alle kommen ursprünglich aus derselben Stadt. Nur eine ist wieder dort, die anderen hat es in andere Orte verschlagen. Alle sind (noch oder wieder) in der IL aktiv. Eine hat ein einjähriges Kind, zwei studieren, eine lohnarbeitet mehr als 40 Stunden pro Woche, eine war viele Jahre nicht organisiert und hat jetzt den Wiedereinstieg gewagt. Was haben wir an der Zwischenstands-IL?

Erschienen in arranca! #48

Was ist interventionistische Basisarbeit?

Über die Herausforderung der (Selbst-)Organisierung in lokalen Kämpfen

Seit fünf Jahren beteiligt sich die Stadt-AG von Avanti Berlin, mittlerweile aufgegangen in der Stadt-AG der Interventionistischen Linken (IL) Berlin, an stadtpolitischen Aktivitäten. Dabei stand unter anderem das Ziel der berlinweiten Handlungsfähigkeit der Bewegungsakteure im Fokus. In diese Zeit fallen auch das Ankommen des Themas Mietenpolitik im öffentlichen Diskurs und in konkreten Konflikten erzielte Teilerfolge: Zwangsräumungen, Sozialmieter_innen am Kotti, Ausverkauf von Grundstücken der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Erschienen in arranca! #48

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