Körper sind mehr denn je Orte der Selbstinszenierung und Selbstverwirklichung: Diäten, Fitnesstraining, Make Up, Piercings, Tattoos, Schönheitsoperationen und Magenverkleinerungen. Erlaubt ist was gefällt, aber es muss auch den anderen gefallen. Die gesellschaftlichen Anforderungen an den perfekten Körper werden immer restriktiver; gleichzeitig wird es immer schwieriger, sich ihnen zu entziehen. Körper sind permanent Bewertungen und Normierungen ausgesetzt. Sie unterliegen historischen Wandlungsprozessen – was in der Renaissance schön war, muss heute längst nicht mehr als schön betrachtet werden – und sind gleichzeitig von kaum zu unterschätzender Wirkungsmacht. Soziale und kulturelle Eigenschaften wie charakterliche Merkmale werden in Körpern verortet, sie öffnen Türen und Türsteher_innenherzen oder führen schnurstracks in die nächste (rassistische) Polizeikontrolle. Sie sind aber auch... (mehr)