Neuigkeiten:

20. 09., 16h, Vierte Welt, Neues Zentrum Kreuzberg Galerie 1. OG, Adalbertstraße 4, Berlin-Kreuzberg (U Kottbusser Tor)

Wie organisieren wir uns als Linke in Zeiten von Krisen, Prekarisierung, neoliberaler Selbstausbeutung? Wie viel Organisation ist notwendig, um die Verhältnisse zu ändern,und wie passt das zu unserem Leben in diesen Verhältnissen?

Uns erreichen bereits die ersten Reaktionen auf die aktuelle Ausgabe der arranca!. Im folgenden anonymen Leser*innenbrief wird auf die in Diskussion um Kampagnenpolitik und Interventionen in Alltagskämpfen eingegangen, die in der aktuellen Nummer im Hinblick auf die Orientierung der Interventionistischen Linken (IL) geführt wird. Wir freuen uns, dass die Debatte weitergeführt wird!

P.S.: Die Ausgabe #48 ist als Doppelausgabe geplant: auf Beiträge zu neuen Aspekten der Organisierungsfrage und Antworten auf Stränge der bisherigen Debatte sind wir gespannt.

Leser*innenbrief

Eine neue Ausgabe der Zeitung arranca! ist erschienen. Nach der Fusionierung zur Interventionistischen Linken kommt das Heft nun aus der Berliner Ortsgruppe der IL.
Aus Beiträgen dieser arranca! #48 wird eines deutlich: In der IL gibt es einen Streit. Ein Teil der Gruppe grenzt sich von „Eventpolitik“, von „eventorientierter Praxis“ und dem „Hopping“ von Konflikt (Krise, Blockupy) zu Konflikt (Energie, Ende Gelände) ab und sieht darin nur „Symbolpolitik“. Davon soll mensch „Abstand nehmen“, heisst es in einem Text (arranca! #48, S. 11), und stattdessen Orte der Begegnung schaffen, im Alltag zuhören und lernen, Verbindungen von als getrennt erscheinenden Konflikten herstellen, sich gesellschaftlich verankern (Wollen Blockupy und Ende Gelände all das nicht?)

Endlich ist es soweit! Auf gehts Zurück in die Zukunft . So lautet der Titel der neuen arranca! Ausgabe #48, die seit gestern druckfrisch bei uns eingetroffen ist. In dem aktuellen Heft begegnen euch diverse Positionen und Perspektiven zum Thema Organisierung. Wir hoffen, dass die Lektüre anregend sein wird und wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.

Als Schmankerl könnt ihr an dieser Stelle das Interview lesen, das wir mit der Jour Fixe Intitative Berlin geführt haben: Organisation der Emanzipation.

Aktuelle Ausgabe:

arranca! #48: Zurück in die Zukunft. Eine Frage der Organisierung

Editorial

Das Schnabeltier, das Schnabeltier
vollzieht den Schritt vom Ich zum Wir.
Es spricht nicht mehr nur noch von sich,
es sagt nicht mehr: „Dies Bier will ich!“
Es sagt: „Dies Bier,
das wollen wir!“.
Wir wollen es, das Schnabeltier.

(Robert Gernhart) 

 

Liebe Leser*innen und von Organisierung Betroffene,

wir sind fusioniert. Als wir anfingen, an dieser Ausgabe zu arbeiten, waren wir noch Teil von FelS – Für eine linke Strömung. Inzwischen schreiben und denken wir als Berliner Ortsgruppe der Interventionistischen Linken (IL Berlin).

Um dieses Zusammenwachsen zu reflektieren, haben wir im vorliegenden Heft Beiträge versammelt, die sich aus verschiedensten Perspektiven mit politischer Organisierung auseinandersetzen. Das ist ein relativ zeitloses Thema innerhalb der radikalen Linken – für manche geradezu abschreckend, müffelt es doch nach grauer Vereinsmeierei und den ewig-gleichen Grabenkämpfen über allgemeingültige Lösungen und Patentrezepte. Doch es zeigt sich, dass die Facetten, Probleme und Fragen politischer Organisierung  höchst lebendig, bunt und spannend sind, wenn wir sie uns nur im konkreten Hier und Jetzt stellen.

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